Was ist Burnout?

Die Medien schreiben täglich darüber, die meisten kennen es vom Hören und Sagen, aber viele wissen nicht so recht was es wirklich ist: Burnout. Erfahren Sie was hinter der Bezeichnung steckt.

Definition: Burnout

„Burnout ist ein Zustand physischer, emotionaler und mentaler Erschöpfung aufgrund lang anhaltender Einbindung in emotional belastende Situationen.“
lt. Ayala Pines & Elliot Aronson

In anderen Worten: man fühlt sich ausgelaugt, hat keine Kraft mehr. Selbst alltägliche Dinge wie Wäsche waschen, Einkaufen oder Sport machen fallen unendlich schwer. Die Antriebslosigkeit kann sich bis zur Apathie steigern.

Ursachen des Burnouts

Die Hauptursache für Burnout ist Stress, der über einen sehr langen Zeitraum unsere Energie auffrisst. Stress kann durch sogenannte Außenfaktoren wie hohe Arbeitsbelastung, Zeitdruck oder finanzielle Probleme entstehen. Oder durch Innenfaktoren wie ein geringes Maß an Widerstandsfähigkeit, wenig Selbstwertgefühl, hohe Anforderungen an sich selbst und so weiter.

Gleichzeitig verhindern ungenügende Erholung und fehlende Bewältigungsstrategien, dass wir unsere Kraftreserven wieder aufladen.

Was tun bei Burnout?

So individuell der Krankheitsverlauf bei Burnout ist, so individuell sind die Therapieformen. Hier ein kurzer Überblick:


Je nach Stadium der Krankheit und individueller Situation, kann man spezielle Therapieschwerpunkte setzen.

Grundsätzlich gibt es drei verschiedene Ansatzpunkte:

  • Orthomolekulare Therapie
  • Psychologische Beratung
  • Schulmedizinische Therapie

Erste Anlaufstelle ist meist der Hausarzt. Bei Verdacht auf Burnout kann er Sie an einen Facharzt, Therapeuten oder Psychologen überweisen. Bei besonders schweren Symptomen kann auch eine stationäre Aufnahme in ein Krankenhaus mit einer psychosomatischen Station hilfreich sein.

Die Ziele einer solchen Therapie können sein:

  • Stärkung der Widerstandskraft
  • Verhaltensmuster aufbrechen und ändern
  • Erlernen von Bewältigungsstrategien
  • Beseitigung bzw. Minderung der körperlichen und psychischen Symptome
  • Lustvolles Leben und Erleben wieder möglich machen

Krankheitsverlauf des Burnouts

Burnout entwickelt sich schleichend über einen längeren Zeitraum hinweg. Am Anfang fühlt man sich sogar energiereicher und engagiert sich sehr stark in Arbeit, Privatleben oder Sport.

Dann geht einem aber plötzlich die Luft aus und man fühlt sich emotional erschöpft und kann die gewohnte Leistung nicht abrufen. Gleichzeitig entfremdet man sich von anderen, wird zunehmend zynischer und gereizter.

Der Verlauf selbst schaut bei jedem Menschen anders aus. Manche zeigen ohne Vorwarnung ein ausgeprägtes Burnout-Syndrom, bei anderen wechseln sich Phasen der Erschöpfung mit Phasen der Energie ab.

Symptome

Psychisch:
Niedergeschlagenheit, Schuldgefühle, Selbstzweifel, Ärger, Nervosität, Anspannung, Schlafstörungen, Motivationsverlust, Langeweile, Hoffnungslosigkeit, emotionale Erschöpfung, Sinnverlust, Ängste,..

Körperlich:
Ständige Müdigkeit, erhöhter Blutdruck, Herzrasen, Kopfschmerzen, Verdauungsprobleme, Schwindel, Impotenz, Libidoverlust

Verhalten:
Hinausschieben, erhöhte Aggressivität, sozialer Rückzug, exzessiver Genuss von Tabak, Alkohol, Kaffee, Drogen, Vernachlässigen von Freizeitbeschäftigungen

Kognitiv:
Konzentrationsstörungen, Entscheidungsunfähigkeit, Gefühl der Leere,….